Was bedeutet „Best Practices“ bei PageSpeed Insights?
Der Bereich „Best Practices“ im PageSpeed-Insights-Tool prüft, ob Ihre Website technisch sauber, sicher und nach aktuellen Web-Standards umgesetzt ist.
Im Gegensatz zur Performance geht es hier weniger um Geschwindigkeit, sondern darum, ob Ihre Website vertrauenswürdig, stabil und zukunftssicher aufgebaut ist.
Kurz gesagt:
Best Practices prüfen, ob Ihre Website „richtig gemacht“ ist.
Der Best-Practices-Score – einfach erklärt
Auch hier wird ein Wert zwischen 0 und 100 angezeigt:
- 0–49 = Technisch problematisch.
- 50–89 = Verbesserungswürdig.
- 90–100 = Sauber umgesetzt, Stand der Technik.
Ein guter Best-Practices-Score sorgt für und zeigt:
- Wenige bis keine technische Fehler.
- Höheres Vertrauen bei Nutzern und Suchmaschinen = Besserer Platzierung.
- Weniger Wartungsaufwand und Probleme in Zukunft.

Was prüft Google konkret im Bereich „Best Practices“?
Hier die wichtigsten Punkte kurz erklärt mit Tipps zur Optimierung:
1. Nutzung von HTTPS (Sichere Verbindung)
Prüft ob Ihre Website über eine verschlüsselte Verbindung (HTTPS) ausgeliefert wird.
Warum wichtig?
- Schutz von Daten
- Vertrauenssignal für Besucher
- HTTPS ist seit Jahren ein Google-Rankingfaktor
Optimierung: Ein SSL-Zertifikat aktivieren (bei guten Hostern heute Standard).
2. Veraltete oder unsichere JavaScript-Bibliotheken
Zeigt, ob möglicherweise bekannte Sicherheitslücken in eingebundenen Skripten existieren.
Veralteter Code kann:
- Sicherheitsrisiken darstellen
- Fehler verursachen
- In Zukunft Probleme bei Browser-Updates machen
Optimierung: Themes, Plugins und externe Bibliotheken regelmäßig aktualisieren. Und weniger ist mehr, weniger Plugins bedeudet weniger Risiko, weniger geladenen Code und dadurch ebenso bessere performance der Seite (Page Speed)
3. Fehler in der Browser-Konsole
Prüft ob JavaScript-Fehler auftreten, die Funktionen der Seite beeinträchtigen.
Solche Fehler können dazu führen, dass:
- Buttons nicht reagieren
- Formulare nicht abgeschickt werden
- Inhalte nicht korrekt geladen werden
Optimierung: Fehler gezielt in der eigenen Browser-Konsole prüfen und beheben (lassen) oft haben hier kleine Ursachen eine große Wirkung.
Die Browser-Konsole öffnet sich, wenn man mit rechts in die Webseite klickt (irgendwo) und ‚Untersuchen‘ auswählt. Im nun offenen Fenster kann man den Reiter ‚Konsole‘ auswählen. Meist muss dann noch einmal die Webseite aktualisiert werden um alle Konsolen-Hinweise zu laden.
4. Korrekte Bilddarstellung
Testet ob Bilder in der richtigen Auflösung und ohne Verzerrung eingebunden sind.
Damit wir folgendes ausgewertet:
- Saubere Darstellung auf allen Geräten
- Layout-Probleme
Was zum professionellen Eindruck der Seite beiträgt
Optimierung: Bilder korrekt skalieren und im eigenen CSS-Code überprüfen, ob Bilder per CSS „zusammengepresst“ oder verzerrt wurden.
5. Vermeidung unsicherer Inhalte
Untersucht ob auf einer sicheren Seite (HTTPS) unsichere Inhalte (HTTP) eingebunden sind.
Denn:
- Browser blockieren solche Inhalte teilweise,
- es erzeugt Vertrauensverlust beim Nutzer
- wegen möglicher technischer Warnmeldungen beim Aufrufen der Seite
Optimierung: Über die (siehe Browser-Konsole) Netzwerkanalyse überprüfen ob alle eingebundenen Inhalte (Bilder, Skripte, Fonts) ebenfalls über HTTPS laden. Fehler können oft durch erneutes hochladen der Inhalte unter HTTPS korriegiert werden. Alternativ kann man mit Tools, wie Better Search Replace, die inkorrekte Einbindung überschreiben.
Warum sind gute Best Practices Scores wichtig?

Auch wenn dieser Bereich oft unterschätzt wird:
Eine technisch saubere Website…
- ist stabiler
- ist sicherer
- wird von Google als qualitativ hochwertig eingestuft und besser positioniert
- und verursacht weniger Folgekosten
Eine gut erstellte Webseite erreicht hier meist 100 Punkte, ohne dass dafür „extra Aufwand“ nötig ist, einfach weil sauber gearbeitet wurde.
Dabei gilt auch hier: Keine Angst vor großem Aufwand
Eine moderne, gut strukturierte Website erreicht im Bereich Best Practices oft schon sehr gute Werte, wenn:
- ein solides Theme verwendet wird
- Plugins aktuell gehalten werden
- unnötiger Ballast vermieden wird
- grundlegende Sicherheitsstandards eingehalten werden
Gezielt lassen sich selbst kleinere Schwächen schnell beheben – meist ohne große Kosten, sondern durch saubere technische Anpassungen.
Ausblick: Die nächsten Artikel der Serie
In den kommenden Artikeln widmen wir uns weiteren zentralen Aspekten, die Ihre Website noch erfolgreicher machen:
- Barrierefreiheit: Warum es wichtig ist, dass Ihre Website für alle Menschen zugänglich ist – und wie Google das honoriert.
- SEO: Wie eine technische Optimierung Ihrer Seite zu einer besseren Sichtbarkeit und mehr Besuchern führt.
Bereits bestehende Artikel die zum Thema passen:
Die Positionierung von Webseiten: Ein Überblick über die wichtigsten Ranking-Faktoren
Was sagt mir der PageSpeed Insights Performance-Score – und warum sollte ich ihn kennen?
Barrierfreie Webseiten
Das Barrierfreiheitsgesetz ab 2025: Auswirkungen auf Webseiten
Interessiert?
Wenn Sie wissen möchten, wie Ihre Website im Bereich Best Practices abschneidet, nutzen Sie gern das Google-Tool (Link öffnet im neuen Fenster, beachten Sie die Datenschutzhinweise von Google.) oder sprechen Sie mich direkt an.
Oft lassen sich technische Schwächen schnell identifizieren und mit überschaubarem Aufwand beheben.
Telefon: 04193/75 41 25 – E-Mail: info(at)r-j-f.de
Updates & Wartung – ein oft unterschätzter, aber entscheidender Punkt
Gerade die Punkte unter „Best Practices“ haben in der Praxis häufig eine gemeinsame Ursache:
nicht gepflegte WordPress-Installationen.
WordPress-Webseiten bestehen nicht nur aus dem sichtbaren Design, sondern aus mehreren technischen Ebenen:
- WordPress-Core
- Theme
- Plugins
- PHP-Version des Servers
- Datenbank (z. B. MySQL / MariaDB)
Wenn diese Komponenten nicht zueinander passen oder zu lange nicht aktualisiert werden, entstehen genau die Probleme, die Google im Bereich Best Practices bemängelt: Sicherheitslücken, Skriptfehler oder instabile Funktionen.
Warum automatische Updates keine wirkliche Lösung sind:
WordPress bietet zwar automatische Updates an – diese sind jedoch keine vollständige Wartungsstrategie:
- Es werden keine geprüften Backups erstellt
- Inkompatibilitäten zwischen Plugins, Theme und PHP-Version werden oft nicht erkannt
- Werden Inkompatibilitäten erkannt, wird dieser Teil nicht geupdated
- Fehler fallen oft erst auf, wenn die Seite bereits Probleme macht
Gerade nach PHP- oder Datenbank-Updates auf dem Server können Webseiten plötzlich:
- weiße Seiten anzeigen
- Funktionen verlieren
- langsamer oder instabil werden
Eine behebung dieser Fehler ist meist mit hohem Aufwand verbunden.
Deshalb empfehle Update- & Wartungs für bestehende WordPress-Webseiten ‚per Hand‘:
Das sollte folgendes umfassen:
- Backups von WordPress, Themes und Plugins vor dem Update
- Prüfung der PHP- und SQL-Version auf Kompatibilität
- Updates von WordPress, Themes und Plugins
- Kontrolle auf Fehler
Update- & Wartungsservice für bestehende WordPress-Webseiten:
Da diese Punkte für Sicherheit, Stabilität und gute Best-Practices-Werte entscheidend sind, sowie langfristig gesehen hohe Kosten vermeiden, biete ich für bestehende WordPress-Webseiten einen Update- und Wartungsservice an.
So bleibt Ihre Website:
- technisch sauber
- sicher und stabil
- langfristig gut bewertet
- und kosteneffizient
Wenn Sie unsicher sind, ob Ihre Website aktuell und korrekt gepflegt wird, sprechen Sie mich einfach an – oft lässt sich das schnell und unkompliziert klären.
Telefon: 04193/75 41 25 – E-Mail: info(at)r-j-f.de

